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Das Grand Hôtel Terminus in Cahors ist das älteste Hotel in der Stadt. Gebaut wurde es zu Beginn des 20. Jahrhunderts als der Bahnhof in Cahors eine wichtige Station auf der Reise zwischen dem Süden Frankreichs und dem schon damals für das Land äusserst wichtigen Paris war.

Müde Reisende konnten sich zwischendurch im Restaurant La Balandre verpflegen und so gestärkt ihre Weiterreise antreten. Interessant am Restaurant la Balandre ist, dass es zur Gründungszeit lediglich das eigentlich Bahnhofsbuffet darstellte. Allerdings war dieses, gemäss der Geschichte der Gründer, schon damals so gut, dass viele Reisende nur wegen dem Restaurant ihre Reise unterbrachen um am Bahnhofsbuffet von Cahors zu Essen.

Aufgrund dieses Erfolgs war es der Familie Marre möglich, einen bescheidenen Wohlstand zu erarbeiten und danach das wunderschöne Haus ca. 1911 zu erbauen um dann im Hotel Terminus auch Übernachtungsmöglichkeiten anbieten zu können.

Credits goes to the Marre Family, owners of the Terminus since its beginnings in the early 20th century.Ein Bild des Hotel Terminus, bevor die Terrasse dazugebaut wurde. Die Bäume auf dem Trottoir (das damals noch mit Gras bewachsen war) existieren übrigens heute noch.
Die eigene Garage des Hotels.
Der damalige Eingang des Hotels. Heute wird dieser Eingang, der mittlerweile mit einem Glasdach überdacht ist, für das Restaurant verwendet.
Ein etwas späteres Bild des Hotels. Gut zu erkennen sind die bereits etwas gewachsenen Bäume.
Auf diesem Bild ist die Terrasse gut zu erkennen. Auch das Trottoir wurde ausgebaut und vom Gras befreit.
Heute dürfen hier eigentlich keine Autos mehr parkiert werden, was die Franzosen aber nicht davon abhält ihre Peugeots auf den Gehsteig zu stellen.

Auf der Postkarte ist explizit ausgewiesen, dass das Hotel schon damals fliessendes warmes (!) Wasser, Zentralheizung, ein Telefon, eine eigene Autogarage mit Mechaniker (!), Badezimmer und natürlich ein Fumoir sowie einen Lesesaal hat. Die Garage existiert übrigens heute noch und man kann sich lebhaft vorstellen, wie ein junger Mann stolz an diversen teuren und luxuriösen Automobilen die eine oder andere Reparatur gemacht hat.

Den Benzingeruch kann man sich heute noch in seiner Phantasie ausdenken und man fühlt sich wahrhaftig zurückgesetzt in die "Belle Époque".