"In einer Hotelbar in Niigata, beginne ich langsam die extrem subtile soziale Interaktion die kontinuierlich vorkommt, die feinsten Gesichtsregungen, die Gesten, die Stimmen und deren Tonlage, die Körpersprache der Yakuza zu verstehen." So beginnt die Reise von Anton Kusters zur "Subkultur" der Yakuza in Japan zu derer er uns in einem seiner Fotobücher mitnimmt. 

Die Verhandlungen um Zugang zu den Yakuza zu erhalten haben über 10 Monate gedauert und Anton Kusters ist wohl einer der Einzigen der darüber eine Fotoreportage erstellt hat. Das Buch und die Bilder geben also Einblick in einen äusserst verschlossenen Teil der Japanischen Gesellschaft. Die Yakuza sind in Japan der Oberbegriff von "gewalttätigen Gruppen" die in mafiösen Strukturen organisiert sind. Das Ansehen hat in den letzten Jahren jedoch stark gelitten, womit auch das zur Schau tragen ihrer Symbole (meist grossflächlige und farbige Tätowierungen) in der Gegenwart nicht mehr allzu offensichtlich gemacht wird zumal dies seit 1993 in Japan auch strafbar ist.

Insofern gibt das Buch Einblick in eine Organisation die im Westen kaum bekannt und die enorm sagenumwoben ist. Streng hierarchisch organisiert, bestens vernetzt, einem strengen Kodizes folgend und absolut loyal zeigen sich die Mitglieder der Yakuza - ein sehenswertes Zeitdokument, hier erhältlich (rund 75 Euro, inkl. Versand in die Schweiz).

http://antonkusters.com/projects/yakuza/
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